07 May “Je perfekter der Mensch werden will, desto unvollkommener wird er.”
Jeden Tag drängen wir nach mehr. Wir wollen schneller und besser sein, höher hinaus als alle anderen je zuvor, mehr wissen und können – und das am besten schon in jungen Jahren.
Verlieren wir bei all diesem Druck, welcher uns von der Gesellschaft und uns selbst gleichermaßen gesetzt wird, nicht das Gefühl für die wirklich wichtigen Dinge im Leben? Kann diesem Drang nach dem perfekten Abschluss, dem perfekten Lebenslauf, der perfekten Karriere überhaupt nachgekommen werden? Und ist dieses Streben nach Perfektion, nach Vollkommenheit am Ende auch wirklich erstrebenswert?!
Giovanni Maio hat zu diesem Thema in der aktuellen Ausgabe des Debatten-Magazins The European einen sehr interessanten Artikel veröffentlicht: Vollkommen in Ordnung
- “Der Mensch [braucht] Effizienz genauso wie Muße, braucht das schnelle Erreichen von Zielen, aber auch die Wendungen des Lebens. Er braucht Widerstand, um überhaupt zu reifen, er brauch Misserfolg , um zu lernen.”
- “Je perfekter der Mensch werden will, desto unvollkommener wird er. Das Streben nach Perfektion im Sinne absoluter Intoleranz gegenüber Fehlern lässt Menschen obsessiv werden. Der Blick für das Wesentliche kommt abhanden.”
- “die eigentliche Vollkommenheit des Menschen liegt nicht in seiner Leistungsfähigkeit, sondern in seiner Einzigartigkeit.”
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